Werkstudent

Werkstudent - motivierte Arbeitskraft während des Studiums

 

Als Werkstudent dürfen sich Studierende bezeichnen, die ihr Studium beziehungsweise studentisches Leben ganz oder teilweise mit einem Studentenjob finanzieren. Damit ist jedoch keine Beschäftigung als Bedienung in einem Lokal gemeint. Stattdessen arbeitet ein Werkstudent in einem Unternehmen, das mit seinem Studium in einem Zusammenhang steht. Studierende können im Rahmen derartiger Studentenjobs ihr Wissen aus dem Studium praktisch anwenden.

 

 

Auch Unternehmen profitieren davon, wenn ein Werkstudent das Team erweitert. Was ein Werkstudent eigentlich ist, welche Vorteile solche Studentenjobs Arbeitnehmern & Arbeitgebern bieten und wie sich eine solche Beschäftigung von normalen Minijobs unterscheidet: Dies und noch viel mehr verraten wir dir als Werkstudent und Ihnen als Unternehmen.

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Welche Vorteile haben Unternehmen durch Werkstudenten?

 

Zusätzlich zur hohen Motivation, die ein Werkstudent normalerweise in Ihr Unternehmen mitbringt, lohnen sich solche Studentenjobs auch aus finanzieller Sicht für Sie als seinen Arbeitgeber. Denn so, wie Werkstudenten lediglich Beiträge für die Rentenversicherung abführen müssen, gilt dies auch für das Unternehmen. Werkstudenten sind für Sie als Arbeitgeber demnach immer auch günstiger als normale Arbeitnehmer.

 

 

Zudem profitieren Sie von der fachlichen Qualität eines Werkstudenten, den Sie idealerweise nach dem Studium auch noch direkt übernehmen können. Die Identifikation mit dem Unternehmen ist dann normalerweise schon recht ausgeprägt, was die Leistungsbereitschaft eines Arbeitnehmers erhöht und laut Studien viele weitere Vorteile mit sich bringt (weniger Krankentage und Bürodiebstahl).

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Welche Rechte und Pflichten haben Unternehmen?

 

Möchten Sie einen Werkstudent beschäftigen, haben Sie gewisse Rechte und Pflichten. Sie dürfen jedes Semester die Vorlage der Semesterbescheinigung verlangen, um den Status des Studierenden zu überprüfen. Sie haben das Recht, dass sich Ihr Werkstudent wie alle anderen Mitarbeiter auch an die vereinbarten Arbeitszeiten hält. Außerdem dürfen Sie als Werkstudent Beschäftigten während der Probezeit fristlos kündigen. Nach Ablauf der Probezeit gilt allerdings Kündigungsschutz. Eine Entlassung ohne ersichtlichen Grund ist unmöglich. Zudem haben Werkstudenten Anspruch auf Urlaub, Elternzeit und Mutterschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bis zu 6 Wochen sowie durch den Gleichbehandlungsgrundsatz auch auf Weihnachtsgeld.

 

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Was ist ein Werkstudent?

 

Ohne die Unterstützung seiner Eltern hat so mancher Studierende mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Wenn die staatliche Unterstützung in Form von Kindergeld oder BAföG nicht ausreicht, führt kaum ein Weg an einem Studentenjob vorbei. Minijobs sind eine Variante, setzen hinsichtlich des Verdienstes jedoch enge Grenzen. Ein Studentenjob als Werkstudent eröffnet größere Möglichkeiten, ist für viele Studierende aber absolutes Neuland. Um sicherzustellen, dass sich Studierende als Werkstudent trotz der Beschäftigung um ihr Studium kümmern, unterliegen derartige Studentenjobs während der Vorlesungszeit einer Arbeitszeitbeschränkung von 20 Stunden pro Woche. Ein Studentenjob als Werkstudent garantiert den gesetzlichen Stundenlohn in Höhe von 8,84 €.

 

 

Welche Voraussetzungen solltest du als Werkstudent erfüllen?

 

Um einen Studentenjob als Werkstudent zu bekommen, musst du an einer Universität oder Fachhochschule in Vollzeit immatrikuliert sein. Ein in Teilzeit absolviertes Studium genügt nur dann, wenn du den Hauptteil deiner Zeit dem Studium widmest. Zudem darfst du maximal im 25. Fachsemester eingeschrieben sein und höchstens 26 Wochen pro Jahr mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.

 

 

Bist du beispielsweise 1 Monat wegen eines Hochschulwechsels nicht immatrikuliert, behältst du deinen Status als Werkstudent trotzdem. Absolvierst du ein Urlaubssemester, steht dir ein solcher Studentenjob nicht zur Verfügung. Ob du dein Auslandssemester auch für eine Beschäftigung als Werkstudent nutzen darfst, hängt von den Bestimmungen deines Ziellandes ab. Du bist an keiner Präsenzuniversität eingeschrieben, sondern absolvierst ein Fernstudium? Dies hat auf deinen Status als Werkstudent keinen Einfluss, sofern du nachweisen kannst, dass es sich um ein Vollzeitstudium handelt und du jenes nicht vernachlässigst.

 

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BAföG, Kindergeld und Freibeträge: Was muss ein Werkstudent beachten?

 

Du hast Anspruch auf BAföG und Kindergeld? Dies wird auch so bleiben, wenn du einen Studentenjob als Werkstudent annimmst. Jedoch solltest du auf den BAföG-Freibetrag achten: Aktuell darfst du jährlich 5.416,32 € brutto verdienen, ohne dass du Abzüge befürchten musst. Dies entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen in Höhe von 451,36 €. Arbeitest du jedoch tatsächlich konsequent die erlaubten 20 Stunden wöchentlich zum gesetzlichen Mindestlohn von aktuell 8,84 €, liegst du bereits bei 707,20 € nach 4 Wochen.

 

Da es sich bei den 451,36 € um einen Durchschnittswert handelt, ist dein tatsächlicher Verdienst innerhalb des BAföG-Bewilligungszeitraums entscheidend. Erst dann, wenn du über den 5.416,32 € liegst, wird dir dein Mehrverdienst abgezogen. Auf die Höhe des Kindergeldes hat eine Beschäftigung als Werkstudent keine Auswirkungen, da es sich um eine voraussetzungslose Leistung handelt.

 

 

Wie profitieren Werkstudenten von Studentenjobs in Unternehmen?

 

Als Werkstudent genießt du das Werkstudentenprivileg. Du bist offiziell kein Arbeitnehmer, sondern Student. Dadurch werden lediglich Beiträge für die Rentenversicherung und Lohnsteuer, aber nicht zur Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt. Dies sichert dir ein höheres Nettoeinkommen und ändert sich auch mit Blick auf die 26-Wochen-Regel nicht: In der Hälfte des Kalenderjahres darfst du mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten – in den Semesterferien demnach 40 Stunden wöchentlich.

 

 

Doch Vorsicht: Das Werkstudentenprivileg gilt direkt ab der 27. „Vollzeit-Woche“ nicht mehr, wodurch sämtliche Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Neben dem guten Verdienst profitierst du als Werkstudent in einem Unternehmen von weiteren Vorteilen. Du sammelst wertvolle Praxiserfahrung und schnupperst anders als bei vielen Praktika nicht nur an der Oberfläche einiger Projekte. Zahlreiche Unternehmen integrieren ihre Werkstudenten in ihre täglichen Abläufe und übertragen ihnen wichtige Aufgaben.

 

Diese tiefen Einblicke machen dich in der Zukunft für andere Arbeitgeber interessant. Doch möglicherweise wirst du auch nach deinem Studium von deinem aktuellen Unternehmen in Festanstellung übernommen. Dann wäre dein Studentenjob deine Eintrittskarte ins richtige Berufsleben. Möglicherweise musst du in deinem Studium ein Praxissemester absolvieren, in dem ein Praktikum Pflicht ist.

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Oftmals ist es möglich, dass du deine Beschäftigung als Werkstudent als ein solches Pflichtpraktikum geltend machen kannst. Dies hängt beispielsweise von den Schnittmengen des Studentenjobs mit deinem Studium ab und sollte von dir unbedingt mit dem dafür Verantwortlichen deiner Uni abgeklärt werden. Als Werkstudent kannst du zudem früh Kontakte knüpfen, dir ein Netzwerk aufbauen und möglicherweise sogar deine Master- oder Bachelorarbeit mithilfe deines Arbeitgebers schreiben.

 

 

Welche Unterschiede gibt es zwischen Werkstudentenjobs und Minijobs?

 

Studierende können einen Minijob annehmen oder als Werkstudent in einem Unternehmen arbeiten. Wenn du nicht auf den BAföG-Freibetrag achten musst, könnte eine Beschäftigung als Werkstudent für dich die bessere Wahl sein. Dann kannst du so viel verdienen, wie du möchtest, ohne mit BAföG-Abzügen rechnen zu müssen. Mit Blick auf Freibeträge sind dir bei einem Studentenjob als Werkstudent keine Grenzen gesetzt. Als Minijobber darfst du hingegen nur 450 € monatlich verdienen, um nicht in die Sozialversicherungspflicht zu rutschen. Du musst also weder Abgaben zahlen noch dich selbst versichern, insofern du nicht sowieso noch familienversichert bist. Werkstudenten stehen jedoch günstige Tarife in der GKV offen. Während du als Werkstudent höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten darfst, gibt es bei einem Minijob dahingehend keine Obergrenze. Jedoch setzen dir die maximal 450 € monatlich ein natürliches Limit.

 

 

 

 

 

 

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